BANKKONTO-KÜNDIGEN-SO-GEHEN-SIE-VOR-2016

Bankkonto kündigen – so gehen Sie vor 2016

Als ich meinen Girokonto Test startete, machte ich mir zu vielem Gedanken. Worauf es mir ankam, welche Parameter ich zugrunde gelegt habe, das alles verrate ich Ihnen in meinem Artikel zum Projektstart und meinen Favoriten. Woran ich am Anfang so gar nicht gedacht hatte, war, wie ich diese vielen Konten, die ich zum Test eröffnet und betrieben hatte, wieder loswerde. Das ist im Hinblick auf zwei Dinge wichtig. Zum einen wirken sich zu viele Konten negativ auf den Schufa-Score aus. Hier wird jede Kontoeröffnung registriert. Zum anderen verliere ich leicht den Überblick bei so vielen Konten. Also hieß es schnell für mich: Konto kündigen. Um das nicht nur schnell, sondern auch effizient zu erledigen, habe ich mir zum einen eine Vorlage gebaut. Hier musste ich nur noch die Anschrift der Bank sowie die Kontodaten verändern und hatte im Nu die Kündigung erstellt. Zum anderen habe ich zu Beginn recherchiert, worauf es bei der Kontokündigung so ankommt, um nichts zu vergessen. Da ich sowieso gerade dabei war, Konten zu kündigen, habe ich die Gelegenheit genutzt auch andere Konten, wie mein PayPal Konto oder ein Kreditkartenkonto, zu kündigen.

 

Konto kündigen – Vorlage

Meine Vorlage zur Kontokündigung war ziemlich simpel. Im Briefkopf habe ich Angaben zu mir als Kontoinhaber sowie zu dem, dem ich gekündigt habe, notiert. Danach kam ein Betreff. In der Regel stand da: „Kündigung des Kontos XY“. Da ich nie außerordentlich, sondern immer unter Einhaltung der Frist gekündigt habe, reichte mir diese eine Formulierung. Anschließend kam folgender Fließtext:
„Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit kündige ich mein (Giro-/ PayPal-/ Kreditkarten-) Konto zum (Datum). Sollte die Kündigung zu diesem Zeitpunkt nicht wirksam werden können, so kündige ich zum nächsten möglichen Termin.“ Da ich keine Lust auf Telefonate mit der Bank bzw. natürlich einem Vertreter der Bank hatte, fügte ich den Satz: „Ich bitte, von Rückwerbeversuchen abzusehen.“ an. Außerdem bat ich um eine schriftliche Bestätigung der Kündigung innerhalb einer Zweiwochenfrist. Dann noch Datum und Unterschrift auf das Blatt und fertig. Ich habe die Kündigungen alle einfach mit der Post versendet. Online geht das bei keiner Bank. Möglich ist manchmal auch das Fax, aber diese Art der Kündigung brauchen Banken nicht zu akzeptieren. Da ich keine Lust hatte, mich mit den einzelnen Möglichkeiten zu befassen, schickte ich einfach jede Kündigung als Brief. Auf ein Einschreiben habe ich hingegen verzichtet. Meist ist es nicht notwendig. Nur ein mal ist es mir passiert, dass ich keine Kündigungsbestätigung erhalten habe. Hier habe ich einfach zwei Wochen später die Kündigung nochmals ausgedruckt und per Einschreiben verschickt. Daher halte ich das Einschreiben für absolut unnötig. Zumal es auch juristisch keinen Beweis liefert.

 

PayPal Konto schließen

Ein PayPal Konto zu schließen ist ziemlich einfach. PayPal-Konten gehören zu den wenigen, die auch online gekündigt werden können. Ich bin hier folgendermaßen vorgegangen:

  • Zunächst bin ich auf die PayPal-Seite gegangen und habe mich mit meinen Kontodaten eingeloggt.
  • Im Profilpunkt „Mein Konto“ habe ich nun auf „Mein Profil“ geklickt.
  • Auf der linken Seite kam dann der Menüpunkt: „Einstellungen“.
  • An dem Punkt „Kontotyp“ konnte ich dann auf „Konto schließen“ klicken. Anschließend musste ich einen Grund angeben.
  • Dann fragte PayPal, ob ich mir sicher bin, mein Konto nun zu löschen. Ich klickte auf „Weiter“ und schon war mein Konto unwiderruflich gelöscht.

 

Kreditkarte kündigen

Auch die Kündigung einer Kreditkarte ist nach dem oben beschriebenen Muster möglich. Hier habe ich lediglich eine weitere Angabe angefügt. Den Satz: „Mit der Kündigung widerrufe ich die Lastschriftermächtigung für das Ihnen bekannte Referenzkonto.“ Gelernt habe ich außerdem, dass die Kündigung nur wirksam wird, wenn das Konto ausgeglichen ist. In meinem Fall war es so, dass der Restbetrag nicht mehr vom Referenzkonto abgebucht wurde. Ich bekam eine Rechnung und überlas, dass ich den Betrag selbst überweisen sollte. Erst als dann die Kartengebühr von meinem Girokonto abgebucht wurde, bemerkte ich, dass das Kreditkartenkonto nicht gekündigt war. Ich musste also erneut kündigen. Gezahlt habe ich nur ein kleines Lehrgeld, denn die Kartengebühr wurde mir, nach erfolgreicher Kündigung, zum Teil gutgeschrieben. Auch bei der Kündigungsfrist musste ich sehr genau schauen. Die war nämlich von Konto zu Konto unterschiedlich. Im ersten Jahr, wenn die Karte meist eh kostenlos war, konnte ich zum Ende der Vertragslaufzeit, mit einem bis drei Monaten Kündigungsfrist kündigen. War ich über das erste Jahr hinaus, so konnte ich jeweils zum Monatsende zum Ende des nächsten Monats kündigen.

 

Girokonto wechseln

Um auch während des Girokonto Tests nicht zu viele Girokonten auf einmal zu haben, habe ich nach etwa sechs Monaten Laufzeit ein Konto gekündigt und bin zum nächsten gewechselt. Hier kann man natürlich den schwierigen Weg gehen und das alte Konto selbst kündigen. Im Anschluss muss man dann noch alle Lastschriftvollmachten, Dauerüberweisungen etc. auf das neue Konto transferieren. Ich habe es mir einfacher gemacht und die neue Bank damit beauftragt. Wichtig war mir aber eines: Ich brauchte einen Überblick darüber, wo und wann welche Zahlung erfolgte. Dafür habe ich mir die Kontoauszüge meines letzten Kalenderjahres angesehen, übrigens schon vor dem Start meines Tests. Dann habe ich eine Liste mit allen Kontovorgängen erstellt. Aufgeteilt habe ich diese nach:

  • Lastschriftvollmachten/ SEPA-Lastschriftvollmachten
  • Daueraufträge, wie zum Beispiel die Miete und Spareinlagen
  • Abbuchungen von Referenzkonten wie PayPal oder meinem Amazon-Konto.

 

So wusste ich immer, welche Beträge ich wann brauche. Ich konnte also nachvollziehen, ob die Bank, die meinen Kontowechsel übernommen hat, auch wirklich an alles gedacht hatte. Hier konnte ich durchweg positive Erfahrungen sammeln. Das klappte im Großen und Ganzen wirklich gut.

Konto auflösen

Ein Konto aufzulösen ist im Grunde das Gleiche, wie eines zu kündigen. Sie brauchen immer ein neues Konto, auf welches Sie Geld vom alten Konto hin überweisen können. Klar ist auch, dass die Auflösung eines Kontos nur geht, wenn Sie nicht im Soll sind. Das war mir bei der einen Kündigung nämlich unglücklicherweise passiert. Spätestens am Stichtag der Kündigung sollte eine schwarze Null auf dem Konto sein. Bestehendes Restguthaben habe ich immer selbst auf mein neues Konto überwiesen bevor das alte Konto aufgelöst wurde. Das macht zwar auch die alte Bank, aber bei meinen Recherchen habe ich feststellen können, dass einige Banken dafür schier unendlich lange brauchen. Nicht mit meinem Geld! Daher halte ich es für den sichersten Weg, das Konto zum Schluss selbst leerzuräumen. Dank Online-Banking ist das auch in wenigen Minuten passiert. Außerdem habe ich meist neben dem Konto, welches ich aufgelöst habe, das neue Konto betrieben. So konnte ich sicherstellen, dass auch wirklich keine Abbuchung mehr ausstand. Das bedeutet nämlich Zusatzkosten. Denn der Zahlungsempfänger bekommt sein Geld nicht und wir bekommen Abmahnungen.

 

Alles in allem sind es simple Dinge, die mich davor bewahrt haben Zeit, Nerven und Geld bei der Konto Kündigung zu verlieren. Einmal gut vorbereitet, ist es im Handumdrehen erledigt.

 

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