EC-Karte und Kreditkarte: das unsichtbare Geld 2016

Eine Kreditkarte bietet Vorteile wie bargeldloses Bezahlen im In- und Ausland sowie eine Möglichkeit im Internet sicher einzukaufen. Aber: Eine Kreditkarte gibt es heut in vielen Fällen auch noch kostenlos. Ich habe in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche Banken, ihre Girokonten sowie die Kreditkartenkonten unter die Lupe genommen. Heraus kam nicht nur, welches Girokonto die besten Rahmenbedingungen bietet, sondern eine weitere Möglichkeit viel Geld zu sparen. Durch kostenlose Kreditkarten.

 

Als ich meine erste Kreditkarte bekam, mit Anfang 20, fühlte ich mich wie Krösus. Meine erste Amtshandlung: Ich kaufte mir meinen ersten Laptop. Wie? Einen schnöden Laptop? Ist das sein ernst, werden Sie jetzt vielleicht denken. Ich sage: „ja“. Denn, als ich Anfang 20 war, schrieben wir das Jahr 2000. Laptops waren damals wirklich teuer. Ein Luxusgegenstand. Ich weiß, heute sind nicht mal Tablets mehr unbezahlbar und jeder picklige 16-Jährige nennt sich Eigentümer von mindestens einem davon. Aber ich drifte ab. Mein damaliges neues Laptop hatte als Logo ein angebissenes Stück Obst. Die Raten um die Kreditkarte später wieder auszulösen, habe ich gut 18 Monate lang bezahlt. Das war es mir aber auf jeden Fall wert. Eine Kreditkarte bekam damals übrigens nicht jeder einfach so. Außerdem war sie auch noch relativ teuer. Ich zahlte damals eine monatliche Kartengebühr für die Einrichtung des Kreditkartenkontos. Heute wedelt nicht nur der Münchner „von-Beruf-Sohn“-Bubi mit seiner goldenen Master Card. Heute bekommt jeder eine Kreditkarte. Wer dafür Geld bezahlt, der hat es vielleicht einfach nur verdient. Denn, Kreditkarten gibt es häufig kostenfrei. Welche Unterschiede es bei kostenlosen Kreditkarten gibt und worauf Sie achten sollten, um nicht in die gleichen Fallen zu treten, wie ich in meinem Test: Hier erfahren Sie es.

 

Sei schlau, mach den Kreditkarten Vergleich

Kreditkarte ist nicht gleich Kreditkarte. Auch hier kommt es weniger auf die Verpackung an – die gibt es nämlich auch in Platin, Gold und Silber – es kommt wie immer auf den Inhalt an. Denn neben der üblichen Kreditkarte mit einem Konto, welches zum Ende des Monats in Raten oder ganz ausgeglichen wird, gibt es auch die Prepaid-Kreditkarte. Hier gibt es kein extra Kreditkarten Konto. Es wird direkt vom Girokonto abgebucht. Beim Kartenantrag für Ihre nächste Kreditkarte sollten Sie also darauf achten, ob ein neues Konto mit einem Kreditrahmen erstellt wird oder von ihrem bestehenden Konto abgebucht werden soll.

 

Unter den „echten“ Kreditkarten findet sich zum Beispiel die Deutschland-Kreditkarte. Aber auch Amazon bietet eine inzwischen dauerhaft kostenlose Kreditkarte an. Beide Karten haben in meinem Test gut abgeschnitten. Es fallen keine dauerhaften Kartengebühren an. Außerdem bekommt der Kunde attraktive Gutscheine dazu geschenkt. Soweit so gut. Natürlich weiß ich, dass Banken das nicht aus reiner Nächstenliebe machen. Brauchen Sie ja auch nicht. Die Banken verdienen hier an den Zinsen, die ich gezahlt habe, weil ich – das war bei dem Kartenantrag direkt so konfiguriert – jeden Monat nur einen Teilbetrag der Gesamtsumme zurückgezahlt habe. Bei der Amazon Kreditkarte hatte ich einen Einkauf von fast 200 Euro getätigt. Abgezogen wurde hier direkt die Startgutschrift. Ein gutes Geschäft. Immerhin sparte ich hier 15 %. Der Haken war allerdings, dass mein Kreditrahmen mit 14,98% effektiven Jahreszins bezinst wurde. Also verzichtete ich auf die Teilrückzahlung und sparte mir zumindest diesen Betrag.

 

Bankkarte inklusive einer kostenlosen Kreditkarte

Bei meinem Girokonten Test stellte ich bei den Direktbanken fest, dass mir fast immer eine kostenlose Kreditkarte mit eingeräumt wurde. Der Jackpot also. Oder nicht ganz. Denn, mit der kostenlosen Kreditkarte bekam ich einfach nur überall kostenlos Geld von meinem Girokonto. Doch Einkäufe und auch Abhebungen wurden direkt auf dem Girokonto belastet. Dennoch sparte ich hier, wie beispielsweise bei meinem Testsieger, der ING-Diba, alleine durch die kostenlosen Abhebungen viel Geld. Normalerweise zahlt man bei Abhebungen mit der Kreditkarte nämlich gut und gerne 3% des Umsatzes. Das entfällt hier. Sogar im Ausland. Hier werden bei einer echten Kreditkarte mindestens 5 Euro fällig. Alles in allem sind kostenlose Kreditkarten zur Bankcard eine gute Alternative. Wer allerdings auf einen Kreditrahmen setzt, der wird hier leider enttäuscht. Dafür bietet diese Art der Kreditkarte einen effektiven Schutz vor Überschuldung.

 

Die Kreditkarte sperren lassen

Ich war in Hamburg. Es regnete und ich hatte ein paar Gläser Wein. Es war wirklich lustig. Am nächsten Morgen stellte ich allerdings fest: Mein Geldbeutel war weg. Er ist leider bis heute nicht aufgetaucht und das ist der einzige Wehmutstropfen des Abends. Ich wurde daraufhin leicht panisch. Wach war ich sofort. Hell Wach, genau genommen. Zum Glück konnte ich die kostenlose Kreditkarte schnell sperren lassen. Ein Anruf unter der Nummer: 116 116, wunderbar leicht zu merken, und schon wurde ich ruhiger. Im Ausland – nicht das mir das noch mal passiert – wähle ich übrigens die 0049 116 116. Für die Sperrung brauchte ich übrigens nur die Kreditkartennummer. Das war allerdings nicht ganz einfach. Die Karte war samt Portemonnaie ja verschwunden und wer merkt sich schon solche Nummern. Damals musste ich Gott sei Dank nur meine Frau zu Hause anrufen. Die fand die Nummer dann schnell in unseren Unterlagen. Ein Hoch auf die Archivierungskünste meiner Angetrauten. Für die Zukunft habe ich mir meine Kreditkartennummer nun gemerkt. Sicher ist sicher.

 

Den Kontoauszug gibt es übrigens online

Anders als noch bei meiner ersten kostenlosen Kreditkarte, gibt es die Kontoauszüge meiner Kreditkarte inzwischen online. Das ist insofern praktisch, als dass ich meine Kontoführung nun auf dem Rechner dokumentieren kann. Selbst Filialbanken sind inzwischen im Hier und Jetzt angekommen und geben die Kontoauszüge online aus. Allerdings sind hier, so meine Erfahrungen, die Kreditkarten in der Regel nicht kostenlos. Ein klarer Pluspunkt für Direktbanken.

 

Mein Fazit: Kreditkarte ist nicht Kreditkarte

Eine Kreditkarte bekomme ich, vor allem bei Direktbanken, häufig kostenlos. Doch die Bank will trotzdem daran verdienen und bietet daher Ratenzahlungen für den Kreditrahmen an. Mit einem extrem hohen Zinssatz, versteht sich. Daher sollte jeder ganz genau prüfen, ob das wirklich notwendig ist und sich im Zweifel dagegen entscheiden. Dann ist die Kreditkarte auch wirklich kostenlos.

 

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