Norisbank_Girokontotest_3

Der Girokontotest ergab: Die Norisbank ist was für wirklich jeden 2016

Bei meinem Girokontotest fand ich Relikte. So wie das Konto der Norisbank. Fast vergessen, aber die Norisbank gehörte früher zum Quelle-Versandhaus und hat, anders als der Mutterkonzern, die Pleite überlebt. Inzwischen ist die Norisbank nicht mehr aus der Direktbankenlandschaft herauszudenken. Sie trumpft in meinem Test mit vielen Stärken und übersehbaren Schwächen auf. Mir haben der wirklich gute Kundensupport, das FotoTAN-Verfahren und die kostenlose „echte“ Kreditkarte gefallen. Geld bekam ich bei der Norisbank im Cash-Group-Verbund kostenlos. Auch im Ausland. Auch kann ich, was nicht bei jeder Direktbank möglich ist, an den Deutsche-Bank-Geldautomaten Bargeld aufs Konto einzahlen. Hier hatte ich bei anderen Banken im Hinblick auf das Geburtstagsgeld meiner Kinder oft Schwierigkeiten. Nicht unlösbar, aber doch bemerkbar. Auch die Norisbank, wie auch schon mein Testsieger: die ING-DiBa, bietet ein kostenloses Tagesgeldkonto zum Girokonto an. Mein Test ergab zwar eine etwas niedrigere Verzinsung, aber mal ehrlich: Wo bitte gibt es gerade hohe Zinsen?

 

Die Norisbank landet im Test zurecht in der TOP 5, hier treffen große Stärken auf geringe Schwächen.

Die Norisbank-Vorteile im Überblick:

  • Im Cash-Group-Verbund gibt’s Bares an den Automaten.
  • Das Girokonto ist wirklich kostenlos.
  • Flexibler Dispokredit für kurze Engpässe
  • Wusch-PIN für die EC-Karte
  • MasterCard und EC-Karte ohne Gebühr
  • An Shell-Tankstellen gibt’s auch Bargeld.
  • Die photoTAN, eines der sichersten TAN-Verfahren fürs Onlinebanking

 

Die Norisbank bietet moderndes Banking mit hervorragender Automatenabdeckung. Am Girokonto selbst finde ich keinerlei negative Punkte. Auch das Onlinebanking ist sicher wie intuitiv zu bedienen. Einziger Wermutstropfen:

  • Das Tagesgeldkonto wird niedrig verzinst.

Da das Tagesgeldkonto eigentlich nichts mit dem Girokonto zu tun hat, ist der Negativpunkt meiner Meinung nach wirklich zu verschmerzen. Bedenkt man, dass es auf dem Markt kaum noch Zinsen für Guthaben gibt, ist der Zinssatz von 0,2% p.a. vergleichsweise hoch. Bedenkt man, dass es auf dem Girokonto gar nichts gibt. Werden die Zinsen auf ein höheres Niveau steigen, davon gehe ich jetzt mal aus, werden auch die Tagesgeldkonto-Zinsen wieder ansteigen. Die Kehrseite der Medaille ist aber auch, dass die Norisbank lediglich 10,85% Dispozins verlangt.

 

Die Norisbank hat das Jedermann-Konto.

Mein Girokonto bei der Norisbank war ohne Gehaltseingang kostenlos. Das ist tatsächlich nicht bei jeder Bank so, hier muss man sehr aufs Kleingedruckte achten. Die Norisbank ist mir aber auch bei meinen Recherchen zum Jedermann-Konto bzw. zum Artikel „Konto ohne Schufa“ positiv aufgefallen. Zwar haben sich alle Banken theoretisch dazu verpflichtet, ein Girokonto für jeden anzubieten, jedoch machen es die wenigsten. Klar, Kunden ohne Geld sind schlecht fürs Geschäft. Attraktive „Nebengeschäfte“ sind hier nicht möglich. Einen Kredit wird der insolvente Hartz4-Empfänger nicht wollen oder zumindest nicht bekommen. Die Norisbank bietet das so genannte „Jedermann-Konto“ ohne Wenn und Aber an. Allerdings nicht kostenfrei. Das Konto kostet 5,90 Euro im Monat.

 

Die Norisbank hat ein kostenloses Leistungspaket im Gepäck.

Wo andere Banken versuchen, dank des niedrigen Zinssatzes vermehrt Geld durch Zusatzangebote zu machen oder sich aber „Knopfdruckleistungen“ von Kunden bezahlen zu lassen, punktet die Norisbank mit absoluter 0-Euro-Politik. Alles, was der Kunde selbst online oder am Selbstbedienungsterminal in der Filiale der Deutschen Bank erledigt, kostet nichts. Lassen sich viele Filialbanken Buchungsposten teuer bezahlen, deckt die Norisbank die häufigsten Leistungen ab, ohne Gebühren zu erheben. Damit ist dieses Konto auch für Studenten, Rentner und Geringverdiener äußerst attraktiv. Solange die Bonität stimmt, wird das knappe Budget nicht noch durch Kontoführungsgebühren belastet. Damit kann dieses Konto über sehr viele Jahre hinweg geführt werden. Zwar dauert so eine Kontokündigung nicht ewig, Zeit kostet sie trotzdem. Beim Norisbank-Girokonto kann man sich diesen Zeiteinsatz also sparen.

 

Das Girokonto für Studenten

Vor allem Studenten sollten sich das Girokonto der Norisbank ansehen. Denn, es macht alles mit. Nehme ich meine Studienzeit, unter anderem in Hamburg, mal als Maßstab, hätte ich genau dieses Girokonto gebraucht. Selbst in meinem Auslandssemester in England hätte ich nicht wechseln müssen. Denn mit der Kreditkarte hätte ich auch dort meine Pounds kostenlos bekommen. Stattdessen habe ich damals – ziemlich kompliziert – ein Konto bei einer englischen Bank eröffnen müssen. Gebühren fürs Hin- und Her-überweisen (Deutsches Konto mit BAföG) bezahlt und mich über die Wechselgebühren maßlos geärgert. An dieser Stelle sollte ich wohl nicht weiter darüber nachdenken, dann würde mir vielleicht noch einfallen, dass ich mit dem ersparten Geld locker noch den Trip in die USA hätte finanzieren können. Nun gut, wer heute studiert und ins Ausland geht, kann das mit dem Girokonto der Norisbank ohne Bedenken machen.

 

Kontoeröffnung und Online-Banking schneiden im Girokonto-Test 1A ab.

Ich kenne Menschen die noch immer bei der Filialbank sind und sich mindestens alle drei Monate über die Kontoführungsgebühren ärgern, dazu zählen auch meine Eltern. Selbst schuld. Die Zeiten, in denen man auf die Filialbank im Ort angewiesen war, sind nun wirklich Geschichte. Die meisten Direktbanken bieten guten Service, ein funktionierendes Automaten-Netz und attraktive Zinsen an ohne auch nur einen Cent Gebühren zu verlangen.

 

Der Wechsel zur Norisbank ist wirklich simpel. Ich habe den Antrag online ausgefüllt, bin mit den Unterlagen zur nächsten Postfiliale und habe dort das PostIDENT-Verfahren in wenigen Minuten durchlaufen. Schon zwei Tage später bekam ich die ersten Unterlagen der Norisbank. Wenige Tage später die EC- und MasterCard sowie gesondert die PINs. Den Kontoauszug, also alle Lastschriften etc. auf das neue Konto umzuleiten, haben die von der Norisbank für mich erledigt. Ich habe nur ein paar Wochen später mein altes Girokonto gekündigt und gut wars.

 

Auch das Online-Banking ist super und einfach. Mit dem photoTAN-Verfahren bin ich sehr zufrieden. Ich habe mir einfach die APP der Norisbank aufs Smartphone geladen und scanne am Rechner den QR-Code bei der Überweisung. In Sekunden habe ich meine TAN und muss nicht erst lange nach Papierbögen suchen. Außerdem bietet auch die Norisbank in meinem Girokonto-Test ein Tracking meiner Ausgaben an. So sah ich auf einen Blick, wie viel Geld ich für welche Posten ausgebe. Spannend ist dieser Punkt allerdings mehr bei dem Konto meiner Frau, denn die hat irgendwann den Überblick über die Ausgaben für die Kinder verloren.

 

Fazit meines Girokonto Tests: Die Norisbank punktet ohne Gebühren.

Die Norisbank hat in meinem Girokonto-Test den Einzug in die TOP 5 geschafft, weil sie so herrlich einfach und unkompliziert ist. Die Kontoeröffnung und das Online-Banking sind quasi idiotensicher. Das Girokonto selbst kostet mich keinen Pfennig – äh, Cent und das Tagesgeldkonto bringt wenigstens ein paar Prozentpunkte. Den Kundenservice habe ich als kompetent und zuverlässig erlebt. Wobei ich wenig Wert auf einen persönlichen Ansprechpartner lege. Ich hatte mich nur einmal – zugegeben – im Rahmen meines Testes zu „Testzwecken“ an den Kundenservice gewendet. Wer auf der Suche nach einem absolut kostenlosen Girokonto mit guter Automatenabdeckung ist, dem lege ich das Girokonto der Norisbank wärmstens ans Herz.

 

No Comments

Post A Comment